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Tag der Arbeit 2017

Für den Tag der Arbeit gibt es auf vielen verschiedenen Kontinenten einen Gedenktag. Traditionell wird in Europa, Lateinamerika sowie Teilen Asiens und Afrikas am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert; so auch 2017. Mit einigen Ausnahmen, wie beispielsweise in den USA, Kanada, Neuseeland, Australien wird der Tag der Arbeit an einem anderen Datum gefeiert. Vielerorts ist dieser Tag offiziell anerkannter Feiertag. Die Bezeichnung dieses Tages ist dabei nicht immer gleich. So haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Namen durchgesetzt. Einige der Bezeichnungen des 1. Mai sind beispielsweise: Tag der Arbeit, Maifeiertag, Tag der Arbeiterbewegung oder Internationaler Kampf der Arbeiterklasse. Jedoch gibt es noch viele weitere Begriffe. In den USA und in Kanada wird der sogenannte Labour Day am ersten Montag des Septembers gefeiert und ist dort auch offizieller Feiertag.

Zur Entstehung des Tages der Arbeit

Dass der Tag der Arbeit ausgerechnet auf den 1. Mai fällt, ist kein wirklicher Zufall. Traditionell war der 1. Mai in den USA als sogenannter „Moving Day“ bekannt. Dies bedeutet, dass dieser als Stichtag generell für die Neuaufnahme eines Jobs oder die Beendigung eines Vertragsverhältnisses stand. Ziel der Verhandlungen 1886 war die Durchsetzung eines verkürzten Arbeitstages. Somit sind die Feierlichkeiten zum 1. Mai auf die Haymarket Affair in den USA zurückzuführen. Bereits 1886 etablierte sich der 1. Mai zum Tag der Streiks und Demonstrationen. Zurückzuführen ist dies auf den Aufruf der nordamerikanischen Arbeiterbewegung zum Generalstreik. Ziel des Generalstreikes war es, den achtstündigen Arbeitstag durchzusetzen. Im Anschluss an den Generalstreik folgten blutige Auseinandersetzungen mit der Polizei, die mehrere Tote forderten und bei der etwa 200 Arbeiter verletzt wurden. Das brutale Gefecht zwischen Polizei und Arbeitern wurde später als Haymarket Affair bezeichnet.

Drei Jahre später rief der Gründungskongress der Zweiten Internationale zum Gedenken an die Opfer der Auseinandersetzung auf. Somit wurde der 1. Mai offiziell zum „Kampftag der Arbeiterbewegung“. 1890 wurde der 1. Mai erstmals weltweit einerseits als Gedenktag gefeiert und andererseits mit Massendemonstrationen untermalt.

Tag der Arbeit als gesetzlicher Feiertag in Deutschland

Die Durchsetzung des Tages der Arbeit als gesetzlicher Festtag in Deutschland gestaltete sich mehr als schwierig. 1919 versuchte die Weimarer Nationalversammlung erstmals den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag anerkennen zu lassen, scheiterte daran jedoch kläglich. Kurz darauf deklarierten die Nationalsozialisten, den 1. Mai, 1933 zunächst als „Tag der nationalen Arbeit“. Im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften wurde dieser jedoch bereits ein Jahr später in den „Nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ umbenannt. Revidiert wurde diese Umbenennung 1946 durch den Alliierten Kongress. Zunächst nur in der BRD, war der 1. Mai von da an offizieller Feiertag in Deutschland. Die Benennung des Tages variiert jedoch nach Bundesland. In der DDR hingegen wurde der 1. Mai als „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ gefeiert. Bei den sozialistischen Feierlichkeiten war die rote Mainelke das Symbol der internationalen Arbeiterbewegung. Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges waren Maikundgebungen in der Bundesrepublik Deutschland noch stark eingeschränkt. Seit den 1980er Jahren finden am 1. Mai jedoch regelmäßig organisierte Demonstrationen, bei denen es auch häufig zu Ausschreitungen gekommen ist.

Bedeutung des Tages der Arbeit

Zunächst galt der Tag der Arbeit als Tag des Aufstandes und der Demonstrationen und sollte den Arbeitern die Möglichkeit geben, Forderungen nach humaneren Arbeitsbedingungen durchzusetzen. In der Bundesrepublik Deutschland wurden besonders in den 1980er Jahren Veranstaltungen der Gewerkschaften zum Tag der Arbeit organisiert. Jedoch spielen nicht nur die Forderungen der Arbeiter an diesem Tag eine große Rolle. Der 1. Mai hat sich auch immer mehr unter dem Gedanken des Weltfrieden etabliert. Am 1. Mai 1960 nahmen daher beispielsweise 750.000 Menschen an einer Freiheitskundgebung in West-Berlin teil.

Aktionen zum Tag der Arbeit

Noch heute finden am 1. Mai politisch organisierte Demonstrationen statt, die zum einen die Verbesserung der Arbeitsbedingungen thematisieren, aber sich auch mit anderen Themengebieten auseinandersetzen. Neben großangelegten Kundgebungen der Gewerkschaften, gibt es vor allem in Deutschland auch vermehrt Familienfeste an diesem Tag. Ein Anliegen, das sich aus diesem Feiertag heraus etabliert hat, haben italienische, französische und katalanische Aktivisten in der sogenannten EuroMayDay-Parade verfestigt. Die Aktion, die 2001 ins Leben gerufen wurde, findet immer mehr Anhänger, sodass mittlerweile in zahlreichen europäischen, aber auch einigen asiatischen Städten am 1. Mai eine EuroMayDay-Parade stattfindet. Hauptanliegen der Aktivisten ist es hierbei auf die Prekarisierung von Arbeit und Leben aufmerksam zu machen. Am MayDay soll daher auf die unterschiedlichen Wünsche und Lebensformen aller Menschen hingedeutet werden. Die Aktionen der MayDay-Bewegung weichen dabei von traditionellen Demonstrationen deutlich ab. Sie sind häufig deutlich farbenfroher und weisen auf die Vielfalt der Menschen hin. Zudem wollen sie die Selbstorganisation der Menschen vorantreiben. Die Aktivisten sehen sich von dem bestehenden System missverstanden.

Tag der Arbeit in Deutschland

In Deutschland wird am 1. Mai traditionell von Gewerkschaften und links-orientierten Parteien zu Demonstrationen und Aufmärschen aufgerufen. Wie auch bei den internationalen Veranstaltungen zum Tag der Arbeit, wird dabei auf Missstände in der Arbeitswelt aufmerksam gemacht. Bei den Demonstrationen in den letzten Jahren ging es allen voran um die Themen Lohnungleichheit, Arbeitszeit und bessere Vereinbarung von Beruf und Familie. Die linken Parteien, dabei besonders die SPD und Die Linke, versuchen aus dem Feiertag politisches Kapital zu schlagen. Gewerkschaften wie Verdi oder die IG Metall versuchen am Tag der Arbeit zudem neue Mitglieder zu gewinnen, um an Macht zu gewinnen. In Deutschland verliefen die Kundgebungen zum Tag der Arbeit in den letzten Jahren recht friedlich.


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